Fotoexkursion nach Fuerteventura

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An sehr vielen Stellen, wie z.B. Aussichtspunkte, Parkplätze und Strand-Promenaden konnten wir Atlashörnchen (Atlantoxerus getulus) beobachten. Diese Art fand in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Heimtier den Weg auf die Insel. Angeblich sollen alle Atlashörnchen auf Fuerteventura von nur einem entlaufenen Pärchen abstammen. Inwieweit diese Tiere ökologische Schäden verursacht haben, können wir nicht beurteilen aber schon jetzt spricht man von einer "wahren Plage".

Abb. 6: Atlashörnchen (Atlantoxerus getulus) am Mirador de Fénduca.

Abb. 7: An von Touristen frequentierten Stellen haben die Tiere jegliche Scheu verloren.

Unser besonderes Interesse galt natürlich vorrangig der Herpetofauna von Fuerteventura, die allerdings mit drei endemischen und drei eingeschleppten Arten sehr überschaubar ist. Zu den endemischen Arten gehören die Atlantische Eidechse, die auf Fuerteventura mit der Unterart Gallotia atlantica mahoratae vertreten ist, der Kanarische Mauergecko (Tarentola angustimentalis) und der Purpurarien-Skink (Chalcides simonyi).
Eingeschleppt wurde der Mittelmeerlaubfrosch (Hyla meridionalis), die Rotwangenschmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans) und die Riesenkanareneidechse (Gallotia stehlini).
(Siehe auch Reisebericht von BIRGIT und PETER OEFINGER "Fuerteventura, 9. - 16. Februar 2008")
Diese drei eingeschleppten Arten leben jedoch in begrenzten Lebensräumen und es bleibt abzuwarten, ob sie sich längerfristig auf Fuerteventura etablieren können.


Unsere erste Exkursion unternahmen wir zur Südspitze von Jandia und anschließend noch nach Cofete. Cofete ist ein kleiner Ort an der Westküste der Halbinsel Jandía. Unweit der Ortschaft liegt die von Gerüchten umwobene Villa Winter.

Abb. 8: Mit einem geländegängigen Fahrzeug lassen sich die teilweise sehr ausgefahrenen Pisten gut bewältigen.

Abb. 9: Blick zur Südspitze.

Abb. 10: Blick zur Westküste auf der Fahrt nach Cofete.

Abb. 11: Cofete.

Wir nutzten die Gelegenheit um an Legesteinmauern nach Eidechsen und Geckos zu suchen. Es war etwas windig und relativ kühl, sodass wir nur an einigen windgeschützten Stellen fündig wurden.

Abb. 12: Atlantische Eidechse (Gallotia atlantica mahoratae) Männchen.

Abb. 13: Atlantische Eidechse (Gallotia atlantica mahoratae) Weibchen.

Abb. 14: Kanarischer Mauergecko (Tarentola angustimentalis).

Abb. 15: Kanarischer Mauergecko (Tarentola angustimentalis).

Abb. 15: Villa Winter.